Die Wirkung von Kinesio Tape wird über den Zuschnitt, die Zugintensität und -richtung sowie über den Verlauf bestimmt. Um den gewünschten Dehnungszustand der zu behandelten Stelle zu erreichen, ist Ihre Ausgangshaltung wichtig. Man unterscheidet zwischen Einzelanlagen oder Kombinationen verschiedener Tapeformen und mehrerer Tapefarben.
Tapeformen

I-Tape
- Die am häufigsten angewendete Kinesio-Tapeform und Ausgangsmaterial für alle anderen Tapeformen
- Anlegen in Originalbreite (5cm)
- Abrunden der Ecken an beiden Enden für bessere Haftung
Anwendungsgebiet: Muskel- und Bändertechniken sowie Space- funktionelle Korrektur und Lymphtechniken

Y-Tape
- Die am Zweithäufigsten angewendete Kinesio-Tapeform
- Geschlossener Teil des Y-Tapes bildet Anker
- Offener Teil des Y-Tapes bildet beide Zügel
Anwendungsgebiet: Korrektur-, Muskel- und Gelenkanlagen

X-Tape
- Mittiger Einschnitt eines I-Tapes, um insgesamt vier sogenannte Zügel zu bekommen
- Im Zentrum liegende Tape-Basis wird, wie eine Art Anker, auf betroffene Gewebestruktur angelegt
Anwendungsgebiet: Muskelanlagen

Fächer- oder Spiraltape
- Ein Geschlossener Anteil (4-5cm) stellt den sogenannten Anker dar
- Das andere Ende wird in 4-5 gleichlange Streifen geschnitten (sog. Fächerzügel)
- Alle Tape-Enden werden abgerundet
Anwendungsgebiete: Lymphanlagen

Sterntape
- Zusammenführung mehrerer I-Tapes
- Anbringung erfolgt direkt auf der schmerzhaften Region
Anwendungsgebiet: An schmerzenden, entzündeten und geschwollenen Körperregionen (häufig bei Schmerzen im unteren Rücken)

Lochtape
- Variante aus I-Tape und X-Tape
- Mittig wird ein sogenanntes Knopfloch ausgeschnitten
- Das Knopfloch wird direkt über schmerzende oder geschwollene Stellen angebracht, um die Haut anzuheben und so eine bessere Zirkulation zu erzeugen
Anwendungsgebiet: Weichteil-Schwellungen





