Was ist Osteoporose?

Unsere Knochen sind kein starres Konstrukt sondern unterliegen einem dynamischen Prozess aus Strukturaufbau und -abbau. Knochen werden ständig beansprucht und müssen sich immer wieder erneuern und regenerieren, um Ihre Funktion zu erfüllen und belastbar zu bleiben. Für diesen Knochenauf- und -abbau hat der Knochen zwei spezialisierte Zelltypen: die Osteoblasten und Osteoklasten, die den Knochen auf- bzw. abbauen. Ziel dieses Zusammenspiels von Auf- und Abbau ist der Erhalt der Belastbarkeit von Knochen und die Reparatur etwaiger Bruchstellen.

Das Zusammenspiel von knochenaufbauenden und -abbauenden Zellen kann, aus unterschiedlichen Gründen, aus dem Gleichgewicht kommen. Erst einmal aus dem Gleichgewicht gebracht, kommt es zu einem vermehrten Abbau der Knochensubstanz bei gleichzeitig mangelhaftem Aufbau neuer Knochensubstanz. Das Ergebnis ist eine verminderte Qualität und Festigkeit des Knochens.

Die Osteoporose verursacht anfangs keine Symptome. Erst mit weiterem Voranschreiten treten wahrnehmbare Symptome auf. Die häufigste Folge sind Knochenbrüche. Allen voran im Bereich der Wirbelkörper, des Oberschenkelhalses und des Handgelenks.

Was kann ich selbst tun?

Welche Möglichkeiten der Therapie bestehen?

Sollte es eine eindeutige Ursache für das Aufkommen der Osteoporose geben, muss diese ärztlich behandelt werden. Zur Verbesserung der Knochenqualität kann allem voran die Einnahme von Vitamin D als Ergänzungsmittel verordnet werden.

Bei einer Osteoporose kann außerdem eine, speziell auf den Knochen ausgerichtete, medikamentöse Therapie erfolgen. Hier wird in Medikamente unterschieden, die verhindern, dass der Knochen zu schnell abgebaut wird und in diejenigen, die die Bildung neuer Knochensubstanz unterstützen. 

Das weibliche Sexualhormon Östrogen trägt dazu bei, dass der Knochenabbau und -aufbau im Gleichgewicht stattfindet. Kommt es z.B. nach den Wechseljahren zu einem Östrogenmangel, kann eine sogenannte Hormonersatztherapie eingesetzt werden, um die Abnahme der Knochenmasse zu verlangsamen.

Sollte es zu Knochenbrüchen kommen, hat die Therapie der jeweiligen Brüche selbstverständlich Vorrang, um Schmerzen zu reduzieren und Bewegungseinschränkungen oder sogar Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Daran anknüpfend folgen weitere Therapiemöglichkeiten.

Die Auswahl der Therapieoption ist eine sehr individuelle Entscheidung. Uns ist es daher wichtig, alle Optionen in einem gemeinsamen Gespräch zu erörtern und die für Sie beste Therapie auszuwählen. 

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